Waschen
Während des Zeltlagers ist Körperpflege natürlich unerläßlich,
auch wenn es auf den ersten Blick schwierig scheint, diese zu gewährleisten.
Meistens gibt es während der Freizeit einen Ausflug in ein Schwimmbad,
wo man zwischendurch auch einmal warm duschen kann, ansonsten muß
man allerdings mit dem oftmals sehr kühlen Naß des Baches Vorlieb
nehmen. Dort wird eine Waschstelle eingerichtet, wo man leichten Zugang
zum Wasser und Ablagemöglichkeiten für Klamotten und Waschzeug
hat. Zudem stehen dort Seife, Shampoo, Duschgel und Zahnpasta zur Verfügung,
die selbstverständlich alle biologisch abbaubar sind. Zusätzlich
ist auf dem Lagerplatz ein Kanister mit Zahnputzwasser aufgestellt, damit
man dafür nicht jedes Mal zur Waschstelle laufen muß.
Essen
Auf dem Lager kümmert sich ein dreiköpfiges Küchenteam um
das leibliche Wohl. Einmal am Tag, entweder mittags oder abends, gibt es
warmes Essen: dieses wird meistens in der Küche auf mehreren Gaskochern
gekocht oder gebraten oder über der Glut des Lagerfeuers gegrillt.
Zum Frühstück gibt es Brot mit Marmelade, dazu Milch oder Kaba.
Ab und zu gibt es auch Müsli mit Obst. Das nicht-warme Essen besteht
ebenfalls aus Brot, dazu gibt es Käse- und Wurstaufschnitt und manchmal
Gemüse wie Tomaten und Gurken. Selbstverständlich gibt es auch
immer mal wieder einen Nachtisch, sei es Pudding, Obst oder Joghurt.
Dienste
Um ein geordnetes Leben während der Lagerzeit zu gewährleisten,
gibt es zahlreiche Aufgaben, die von den Lagerteilnehmer erledigt werden
müssen. Jeden Tag hat man eine andere Aufgabe:
-
Die "Feuerteufel" kümmern sich darum, daß am Abend ein großes
Lagerfeuer angezündet werden kann. Dazu sammeln sie Holz im Wald und
sägen es gegebenenfalls zurecht. Schließlich türmen sie
das Lagerfeuer auf, an dem Abends gesungen und getanzt wird.
-
Die "Spülis" kümmern sich um den Abwasch. Natürlich nicht
um den Abwasch des Geschirrs aller Teilnehmer, sondern nur das Küchengeschirr,
d. h. zahlreiche Töpfe, Pfannen, Wannen, Besteck und Zubehör
warten darauf, in einer der großen Spülwannen gereinigt zu werden.
-
Die "Transportameisen" sind für das Herankarren in erster Linie von
Wasser aber auch anderer Dinge zuständig, d. h. sie transportieren
mit einem Handwagen die schweren Wasserkanister zum Küchenzelt.
-
Die "Putzmäuse" halten Ordnung auf dem Lagerplatz, d. h. sie grasen
die ganze Wiese nach Müll ab, werfen herumliegende Holz- und Papierschnipsel
in die Feuerstelle und sorgen so für Sauberkeit in der Zeltstadt.
-
Die "Joker" springen dort ein, wo gerade "Not am Mann" ist, d. h. sie helfen
beim Spüldienst, wenn es viel Küchengeschirr gibt oder unterstützen
die Feuerteufel, wenn es mal schnell gehen muß.
Nachtwache
Das Zeltlager wird immer wieder überfallen, was sich zunächst
sehr grausam anhört. Das ganze ist vielmehr ein harmloses, allerdings
ein wenig Mut erforderndes großes Spiel. Die "Überfaller" sind
der Leiterrunde meistens bekannt und mit den Regeln dieses Spiels vertraut,
d. h. es kann niemandem etwas passieren.
Das oberste Ziel der Überfaller ist es, unseren Banner zu klauen,
das ist eine Art Fahne, die an einem hohen Mast in der Mitte des Lagerplatzes
weht. Sie können es aber auch auf Essen, Getränke, Küchengeschirr
oder Nachtwachen abgesehen haben. Daher ist es wichtig, zu bemerken, wenn
ein Überfaller in die Zeltstadt eindringt, um ihn durch harmloses
Catchen daran zu hindern, einen der vorher genannten Gegenstände bzw.
Personen zu entwenden.
Jeder Lagerteilnehmer muß (!) während der Zeltfreizeit mehrmals
Nachtwache halten. Im Klartext bedeutet dies, daß man ca. alle drei
Nächte 1,5 Stunden auf einem Posten sitzt und das Zeltlager bewacht.
Ausgerüstet ist man dabei mit einer Trillerpfeife, mit der man Alarm
geben kann. In regelmäßigen Abständen kommt ein Leiter
vorbei und erkundigt sich bei der Nachtwache nach auffälligen Geräuschen
oder Bewegungen.
Zelte
Die Lagerteilnehmer übernachten in sogenannten Agadir-Zelten, die
aus imprägnierter Baumwolle gefertigt, d. h. wasserabweisend und atmungsaktiv,
sind. Diese Zelte sind ca. 4×4 m groß und sind für
8 Personen vorgesehen. Allerdings sind in den seltensten Fällen 8
Personen in einem Zelt untergebracht, so daß man ausreichend Platz
hat. Im Gegensatz zu vielen anderen Zeltlagern verzichten wir auf Plastikböden
innerhalb der Zelte, da sich darauf nur Wasser und Schmutz ansammelt.
Gruppen
Die Lagerteilnehmer werden zu Beginn der Freizeit in 3 Mädchen-
und 3 Jungengruppen eingeteilt, wobei in erster Linie das Alter für
die Einteilung ausschlaggebend ist. Jede Gruppe wird von zwei Gruppenleitern
betreut und in jeweils 2 Zelten untergebracht. Am Anfang des Lagers baut
sich jede Gruppe einen gemeinsamen Holztisch, wo sie stets zusammen essen.
Natürlich hat jede Gruppe einen eigenen Gruppennamen und Gruppenschrei.
|